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Film übers  ZLN   & über Atomkraft: Totgesagte leben länger!

Inhalt dieser Seite:

  • Lubmin der vergessene Standort

  • Fakten zum & Chronik des Zwischenlagers Nord

  • CASTOR

  • Reden von der Demo am 12.2.2011 in Greifswald

Lubmin - Der vergessene Standort

Der Ort Lubmin ist in erster Linie als Seebad und Urlaubsziel an der Ostsee bekannt oder und in zweiter Linie durch eine die Ostseegaspipeline, Solaranlagen, den Widerstand gegen das ehemals geplantes Kohlekraftwerk. Vergessen wird häufig, dass Lubmin auch Standort eines Zwischenlagers für atomare Abfälle ist. Neben den Resten des ehemaligen Atomkraftwerks (AKW) Greifswald entstand ab 1992 ein etwa 20.000 m² großes Gebäude mit acht Hallenabschnitten, das für den Rückbau und die Zwischenlagerung von atomaren Abfällen der ostdeutschen AKW Greifswald und Rheinsberg vorgesehen war. Der Stolz der Betreiber sind Konditionierungsanlagen zur Separierung und Verpackung von hoch-, mittel und schwachradioaktiven Substanzen. Die Größe der Anlage überschreitet die benötigten Kapazitäten der beiden AKWs deutlich.
 
Bereits Anfang der 90er Jahre gab es kritische Stimmen, die eine Ausrichtung der Lagerkapazität nach dem Bedarf der westdeutschen Atomindustrie vermuteten. Die Landespolitiker Mecklenburg-Vorpommerns stimmten 1991 dem Bau eines Zwischenlagers in Lubmin zu, unter der Bedingung, dort nur atomare Abfälle aus ostdeutschen AKWs zu lagern. Da es keine exakte Abschätzung des radioaktiven Inventars gab, blieb die tatsächlich benötigte Größe des Lagers jedoch im Dunkeln und die damalige Umweltministerin Angela Merkel positionierte sich mit der Aussage, die langfristige Nutzung des Zwischenlagers sei derzeit nicht verbindlich festlegbar.
 
Zwanzig Jahre später wird die Vermutung bestätigt, dass in Lubmin auch Atommüll aus westdeutschen Atomanlagen gelagert werden soll. Für 2010 und 2011 wird hochradioaktiver Müll aus den Forschungszentren Karlsruhe und dem französischem Cadarache erwartet. In Cadarache lagern derzeit Abfälle vom Forschungsschiff Otto Hahn aus Geesthacht. In den letzten Jahren wurde nach 30-jähriger Probezeit deutlich, dass die Endlagerung radioaktiven Mülls in Salzbergwerken, wie Asse oder Morsleben nicht funktioniert. Ca. 126.000 Fässer Atommüll drohen im Bergwerk Asse das Grundwasser zu kontaminieren und müssen unter Gefahren geborgen werden.
 
In Gorleben lagert der Atommüll zwar noch oberirdisch, die Bundesregierung versucht aber gesetzliche Rahmenbedingungen für eine Einlagerung zu schaffen. Dagegen sprechen Studien, die auch für dieses Salzbergwerk Wassereintritte und damit erheblich Gefahren im Falle der Einlagerung von Atommüll prognostizieren. Wohin der Müll gebracht werden soll, ist also weiterhin unklar. Eine Möglichkeit, ihn wenigstens etwas aus dem Fokus der öffentlichen Diskussion herauszubekommen, wäre die Zwischenlagerung in Lubmin. Dabei ist auch hier zu befürchten, dass aus dem Zwischenlager ein faktisches Endlager wird. 
 
Die aktuellen Entwicklunge belegen das. So war ursprünglich die Lagerung von Atommüll im Zwischenlager Nord nur bis 2039 vorgesehen. Ende 2010 hat jedoch der Bundestag die Finanzierung bis 2080 beschlossen. Zu guter Letzt wurde im Januar 2011 bekannt, das EWN  die zeitlich unbegrenzte Lagerung von Atommüll beantragt hat. Würde dieser Antrag bewilligt, würde aus dem Zwischenlager ein Endlager werden.
 
Der Betrieb eines AKWs, sowie die damit verbundenen Produktion von Atommüll, wird lediglich dadurch ermöglicht, dass die Betreiber von AKW im Gegensatz zu Betreibern jedweder anderer Unternehmen die Entsorgung ihrer umweltschädlichen Abfälle nicht nachweisen müssen. Es reicht für die Entsorgung von Atommüll bereits ein sogenannter Entsorgungs"vorsorge"nachweis. Die Vorsorge ersetzt das Entsorgen, dass es bisher nicht gibt und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nie geben wird. Da es keine sichere Entsorgung gibt und auch in absehbarer Zukunft die Lösung des Problems nicht in Sicht ist, heißt für viele Menschen die logische Konsequenz die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen weltweit. Die Bundespolitik sieht anders aus und so ist mit weiterem Atommüll, auch und vielleicht vor allem nach Lubmin, zu rechnen.
 
Über die Lagerungsproblematik hinaus wird vermutet, dass vor allem ein Grund bei der Standortwahl Lubmin die Hauptrolle gespielt hat. Wie schon zuvor in Gorleben zugegeben, werden von der Politik bevorzugt Standorte in strukturschwachen Gegenden, in denen mit wenig Protest zu rechnen ist, gewählt. Der Schriftsteller Andreas Meier hat dies auf den Punkt gebracht: "Was man wegwirft, ist zwar weg, aber immer noch da. Nur nicht hier, sondern woanders. Wegwerfen und hinwerfen, und vorher produzieren und dann hin und her, damit die Leute glauben, es gäbe eine Lösung". Hier wird nach einem Prinzip gehandelt, das wir auch aus anderen Bereichen wie z. B. der Gentechnik oder bei Tiermastfabriken kennen: Immer dorthin, wo der Widerstand als am geringsten einzustufen ist. Sie werden sich aber hier kräftig irren. Die Proteste gegen das "Bombodrom" oder das geplante Kohlekraftwerk in Lubmin haben gezeigt, dass Widerstand möglich und erfolgreich sein kann. Ein breites Bündnis mit über 40 gesellschaftlichen Organisationen ruft bereits jetzt dazu auf, am TAG X des Castortransportes von Karlsruhe nach Lubmin bunt und vielfältig Protest zu gestalten, darauf aufmerksam zu machen, dass hinter den Transporten ein riesiges ungelöstes steht und der Bundesregierung das alte indianische Sprichwort beizubringen: "Wenn Dein Pferd tot ist, steig ab!" 
 

Fakten zum Zwischenlager Nord

Standort

Bei Lubmin am Greifswalder Bodden, ca. 15km Luftlinie östlich von Greifswald

Bau

20.000m² große Leichtbauhalle

Zweck

Zwischenlagerung von schwach-, mittel- und hochradioaktivem Atommüll;

Zur Zeit 69 Castorbehälter eingelagert (Stand 16.12.2010);

Genehmigung für fünf Castorbehälter aus Karlsruhe

 

Chronik zum Zwischenlager Nord

1990

Abschaltung der fünf AKW-Blöcken; weitere drei wurden nie fertig gestellt

1991

Zustimmung des Schweriner Landtags mit den Stimmen aller Fraktionen für den Bau des Zwischenlagers, wenn ausschließlich Atommüll aus den ostdeutschen AKWs eingelagert werden

1992

Beschluss zur Beschränkung auf Abfälle aus Greifswald und Rheinsberg wird durch die Regierungskoalition (CDU/FDP) verhindert

1993

"Umwidmung" zur Einlagerung von hochradioaktivem Müll; Teillager für hochradioaktive Abfälle ist dreimal so groß wie nötig

1995

Es werden 15.000 Einwendungen gegen Zwischenlager erhoben

1999

Fertigstellung und Inbetriebnahme des gesamten Zwischenlagers

2006

Einlagerung der letzten Castorbehälter aus Rheinsberg und Greifswald

2007

Transport des Reaktordruckbehälters aus dem AKW Rheinsberg

2010

Transport von 4 Castoren  aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage in Cadarache (mit Brennstäben aus Jülich und von der Otto Hahn)

2011

Transport von 5 Castoren aus Karlsruhe aus der ehemaligen Wiederaufbereitungsanlage

Weitere Daten gibts auf der Homepage der Betreibergesellschaft des Zwischenlagers Nord: EWN

CASTOR

CAsk for Storage and Transport Of Radioactive material

Am Vorabend neuer CASTOR - Transporte ist es höchste Zeit, die Verantwortlichen an jahrzehntealte materialkundliche Erkenntnisse zu erinnern, die trotz ihrer Bedeutung für Transport und Lagerung von Atommüll bisher nicht bzw. nicht ausreichend berücksichtigt wurden: In die CASTOR-Wandungen aus Gußeisen sind zur Neutronenabschirmung Polyethylenstäbe (PE) eingelassen. Das metallische Wandmaterial wie auch die Moderatorsubstanz (PE) eines gefüllten CASTORs sind ständig der radioaktiven Strahlung ausgesetzt. Durch die vom Atommüll ausgehende radioaktive Strahlung wird PE vorrangig zu Wasserstoff und Kohlenstoff zersetzt (Radiolyse). Wasserstoffatome haben die Eigenschaft, in die gußeiserne Ummantelung zu wandern (Diffusion) und nach außen durchzudringen.
 
Über Leckraten von Wasserstoff aus geschlossenen Behältern gibt es eine umfangreiche Literatur. Diese lange bekannten Prozesse führen zum Verlust des Wasserstoffs und damit zur Schwächung der Neutronenabschirmung. Durch den so verstärkten Neutronenfluß wird das Eisengefüge zunehmend verändert. Zusammen mit der durch Wasserstoff verursachten Versprödung des Eisens kommt es zur Minderung der Stabilität und erhöhter Korrosion.
 
Die Strahlungsgefährdung durch Transport und Lagerung von CASTORen wird durch weitere von Betreibern und Genehmigungsbehörden nicht beachtete (oder verschwiegene) Effekte verstärkt : Im Neutronenstrahlungsfeld des CASTORs werden unvermeidbar kernchemische Reaktionen in den Strukturmaterialien Eisen und PE ausgelöst, d.h. diese Materialien werden selbst zunehmend radioaktiv. Im Gußeisen (mit bis zu 4% Kohlenstoff) kommt es zur Bildung von Radionukliden, wobei vorrangig die starken Gamma- und Betastrahler Fe-59 , Co-60 und langlebiger Radiokohlenstoff C-14 zu beachten sind. Im Polyethylen (Grundbestandteile C und H) entstehen durch Aktivierung Radiokohlenstoff und Tritium. Auch dieses radioaktive Isotop des Wasserstoffs durchdringt die Behälterwandungen.
 
Bei Transport und Lagerung von Glaskokillen wird häufig argumentiert, die verglaste Masse sei infolge der weitgehenden Abtrennung von Uran- und Plutonium-Nukliden weniger gefährlich. Dabei wird übersehen, daß in den ersten 1000 Jahren die Radiotoxizität im Atommüll im wesentlichen durch Americium 241 (Am-241) bestimmt wird. In einer Endlagerkokille ist die Radioaktivität von Am-241 etwa zehnmal so hoch wie in einer Tonne gebrauchten Kernbrennstoffs.
 
Für die CASTOR-Problematik folgt daraus: Mit zunehmender "Betriebszeit" nimmt die Neutronenstrahlung und die Radioaktivität der Strukturmaterialien in gefährlicher Weise zu. Durch Strukturveränderungen und Aufnahme von Wasserstoff läßt die Stabilität der Behälter nach, was bei Risikoabschätzungen berücksichtigt werden müßte. Da die Verformungsfähigkeit des Eisens drastisch verschlechtert wird, sind Fall- und Brandversuche mit wasserstoffversprödetenund strahlenbelasteten Behältern unumgänglich.

Autor: Prof. Dr. Rolf Bertram (im Ruhestand, Technische Universität Braunschweig)

Reden vom 12.2. in Greifswald

Nadja Tegtmeyer vom AntiAtom Bündnis NordOst:

Zusammen mit vielen tausend Menschen bundesweit demonstrieren wir heute gemeinsam, um ein deutliches Zeichen zu setzen für eine längst überfällige Energiewende.

Wir fordern die Regierenden auf, die Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke aufzuheben und einen sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft einzuleiten.

Die Atomenergie ist keine Brückentechnologie, ganz im Gegenteil, sie bremst die regenerativen Energien schon viel zu lange aus!

Statt weiterhin die Atomenergie in erheblichem Maße zu subventionieren, fordern wir nachhaltige Investitionen in Erneuerbare Energien in Kombination mit dezentralen Kleinkraftwerken mit effizienter Kraft- Wärme- Kopplung.

Ein sofortiger Ausstieg ist dringend notwendig, auch um nach vorne gehen zu können und vorwärtsgewandte nachhaltige Energien voranzubringen.

Wir fordern einen respektvollen Umgang mit Natur und Umwelt, und auch mit unseren demokratischen Grundrechten.

Der Großteil der Menschen in diesem Land möchte keine Atomkraft! Das ist durch die massiven Proteste im letzten Jahr mehr als deutlich geworden und wird auch heute wieder deutlich, denn es wird entlang der möglichen Castorstrecken heute über 20 Auftaktkundgebungen geben.

Wir gehen auf die Straße, hier und überall und werden keine Ruhe geben, bis unsere Forderungen endlich umgesetzt werden und nicht die Wirtschaftsinteressen Einzelner.

 

Mit Empörung haben wir in Greifswald die neuen Pläne der EWN vernommen, die der Landesregierung, entgegen vorheriger Behauptungen, schon seit September letzten Jahres bekannt sind. Da ist jetzt die Rede von unbegrenzter Pufferlagerung von schwach- bis mittelradioaktivem Müll, u.a. um den gesamten Müll des ehemaligen bundesdeutschen Forschungsschiffs Otto- Hahn einzulagern.

Unbegrenzte Pufferlagerung?

Die Ironie dieser Worte macht deutlich wie ungeklärt die Endlagerfrage auf unbestimmte Zeit ist. Wenn dem Antrag der EWN stattgegeben wird ist es nicht unwahrscheinlich, dass auch der bundeseigene Müll aus der abgesoffenen Asse hierher in das einzige bundeseigene Zwischenlager gebracht werden wird.

Wir dulden nicht, dass die Zwischenlagerung von radioaktivem Müll als Dauerlösung angegangen wird und den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke rechtfertigen soll.

Ein Zwischenlager ist kein Entsorgungsvorsorgenachweis und darf es auch nicht sein!

Alle anfallenden Kosten müssen nach dem Verursacherprinzip endlich von den Verantwortlichen übernommen werden, sprich der Atomindustrie.

 

Für den Tourismusstandort Lubmin wünschen wir uns verstärkt Arbeitsplätze im Sektor der Erneuerbaren Technologien, um den Menschen hier eine Perspektive zu geben und Zuversicht in die Zukunft. Wir wehren uns dagegen, dass an diesem Standort in einer oberirdischen Halle nur wenige Meter über dem Meeresspiegel Atommüll auf unbestimmte Zeit gelagert werden soll, wo es eh keine Lösung gibt, wo dieser Müll überhaupt jemals einigermaßen sicher lagern könnte. 5 Castorbehälter aus der ehemaligen WAA Karlsruhe sollen nächste Woche auf ihren langen Weg ins ZLN geschickt werden. Darin befinden sich insgesamt 140 Kokillen, in denen die sog. Atomsuppe verglast transportiert wird. In 60.000 l Salpetersäure sind 16 Kilogramm Plutonium und 500 Kilogramm Uran aufgelöst. Bei diesem verharmlosenden Begriff handelt es also um eine hochradioaktive Säure, deren radioaktives Potential etwa dem der Hälfte der in Tschernobyl freigesetzten Radioaktivität entspricht.

 

Jeder Atommülltransport ist ein Risiko, ein überflüssiges solange niemand weiß, wohin mit dem Müll überhaupt. Es ist ein Risiko, dass wir alle tragen, obwohl wir Atomkraft ablehnen.

Es gibt für diesen Transport keine Katastrophenpläne. Im ZLN gibt es keine Heiße Zelle, in der undichte Castoren neu verpackt werden könnten, wenn sie Leck schlagen oder veralten.

 

Obwohl auch für Atomkraftwerke der Aktuelle Stand von Sicherheit und Technik vorgeschrieben ist, akzeptieren bei bestehenden Anlagen alle Regierungen auch niedrigere Sicherheitsstandards. Kein einziger der 17 Reaktoren in Deutschland würde heute eine Genehmigung erhalten.

Die Bundesregierung hat den Verfassungsauftrag, Schaden von der Bevölkerung abzuhalten und die gesundheitliche Unversehrtheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Dieses ist im Grundgesetz festgeschrieben.

Durch die Laufzeitverlängerung allein werden 6000 t mehr Atommüll produziert, der über viele Jahrtausende hochtoxisch ist und für die es kein Entsorgungskonzept gibt.

Viele Generationen werden damit verbringen müssen hiefür eine Lösung zu finden.

2030 werden auch die letzten Uranreserven verbraucht sein.

Gerade einmal 70 Jahre Nutzen stehen hier entgegen 1.000.000 Jahre Strahlenmüll.

Alle Fakten sprechen deutlich gegen eine weitere Nutzung der Atomenergie!

Der Uranbergbau ist verbunden mit einer immensen Zerstörung der Landschaft. Aus 1 t Uranerz gewinnt man wenn man Glück hat gerade mal 0,1 % Uran. Riesige Abraumhelden bleiben zurück, die 85 % der ursprünglichen Radioaktivität beinhalten.

Neben den Halden bleiben riesige radioaktiv verseuchte Schlammseen zurück, die bei verstärkten Regenfällen oder Dammbrüchen sich weiträumig verteilen und das Grundwasser verseuchen. 70 % der Uranabbaugebiete liegen auf dem Land Indigener Völker und sind mit Vertreibung und Menschenrechtsverletzungen verbunden.

Ein Beispiel des zerstörerischen Uranabbaus zeigt sich im Osten Deutschlands bei den ehemaligen Wismuturangruben. Rund 10.000 ehemalige Arbeiter sind strahlenbedingt an Lungenkrebs erkrankt. Der radioaktive Staub verbreitet sich weitflächig in der Landschaft.

Unmengen von Trinkwasser werden über Jahrtausende verseucht in Zeiten zunehmender Trinkwasserknappheit.

Klimaschädliche Gase wie Argon und Krypton aus den Kühltürmen tragen zu erheblichem Maße zur Klimaerwärmung bei.

Atomwaffentechnologien belasten die internationalen Beziehungen.

 

Deshalb steht das AAB Nordost auch deutlich für weltweite Verantwortung und die Stärkung der weltweiten Gemeinschaft. Wir distanzieren uns als AAB deutlich von allen Menschen mit rassistischem und nationalistischem Hintergrund.

Wir sind für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergienutzung weltweit, denn dieses Problem ist kein lokales Problem.

Es gibt weltweit kein sicheres Endlager für den hochgiftigen Müll der Atomindustrie.

Atomkraft abschalten! Sofort! Weltweit!

 

 

Simone Leuner für Region Braunschweiger Land/ ASSE 2/ Schacht Konrad

Wir aus der Region Braunschweiger Land/ ASSE 2/ Schacht Konrad wollen nicht, daß der Atommüll aus der ASSE2 in Lubmin eingelagert wird! Gründe dafür sich :

1. Da der Atommüll nicht im Überschwemmungsgebiet gelagert werden soll.
2. Für uns gibt es keinen Sicherheitsgewinn, auf Kosten von anderen!
3. Lagerung des Atommülls nicht auf den Schacht, aber so nah wie möglich an der Asse, um Transportunfälle zu reduzieren.

Momentan zeichnet sich ab, dass durch die geplante Laufzeitverlängerung 5000 Tonnen hochradioaktiver Müll zusätzlich entsteht. Der bisherige Umgang mit dem gefährlichen Abfall, zeichnet sich aus
durch Schlamperei, Vertuschung und Lügen! Wir fordern: Abschalten der Atomkraftwerke!
Eine Verantwortungsvolle und ergebnisoffene Endlagersuche! Merkel sagte zu diesen Thema: "Ich habe keine Lust, noch mehr Geld für die Endlager Suche auszugeben"! Urban Prioll kommentier-
te:"verstrahlt aber schuldenfrei." In den 60ger/70ger Jahren ist in der ASSE Atommüll eingelagert worden. Damals wussten die Wissenschaftler: die ASSE ist nass. Somit war von Anfang an klar, dass
eine gebundene und trockene Endlagerung in der ASSE nicht möglich ist. Niemand weiß, was für Atommüll in der ASSE liegt. Im Herbst 2010 musste der Staat eingestehen, dass statt 1.300 Fässern
Mittelradioaktiver Atommüll, nun doch 16.000 dieser Fässer in die ASSE verkippt wurden. Bergwerke werden in zwei Kategorien unterteilt: Welche, die schon abgesoffen sind und die, denen es noch bevorsteht. Denn das haben tiefe Löcher in der Erde so an sich, dass sie volllaufen. Jedenfalls weiß das jede_r, der als Kind am Strand gespielt hat. Und dabei ist es egal, ob Ost- oder Nordsee.
Und weder der Müll in Asse noch der Müll in der Atommüllkippe Morsleben kann daran gehindert werden, beim Absaufen mit Wasser in Kontakt zu kommen. Dieses gilt auch für den Schacht Konrad!
Spätestens dann lösen sich die Atommüllfässer auf, in dieser Suppe aus Salz und Wasser. Das kennt auch jeder, der mit seinem Auto im Winter unterwegs ist. Dadurch wird die Salzlauge radioaktiv. Und
der Gebirgsdruck sorgt dafür, dass diese radioaktive Lauge aus 700m tiefe wieder in unseren Lebensraum hochgepresst wird. Wissenschaftliche Ausarbeitungen gehen hier von einem Zeitrahmen von
zwei Jahren nach absaufen der Grube aus. Somit gibt es keinen schlechteren Platz für den Asse-Müll als in diesem Bergwerk. Somit muss er rausgeholt werden
 nicht oben auf der Asse, denn der Salzstock kann in sich zusammenbrechen, dann wäre die
    Rückholung nur eine Beschäftigungstherapie gewesen
 nicht dort, wo Überschwemmung oder Überflutung droht."Feucht aufwischen" darf dort nicht passieren (vergl. Ostsee)
 keine "Brandlasten" in der Nähe (vergl. Gorleben in der Heide/ die Brände letztes Jahr in Russland)
aber:
 so nah wie möglich an der Asse, um Transportunfälle reduzieren
 wenn es keinen schlechteren Platz für den Müll als "im Bergwerk" gibt, lagert er oberirdisch an der Asse schon weniger unsicher
 natürlich würde die Unsicherheit weiter reduziert, wenn der Müll weit von der Asse weggebracht wird, aber nur für die Menschen an der Asse
 so etwas würde aber einen Sicherheitsverlust für die Menschen bedeuten, wo der Müll hinkommt
 auf Kosten der Gesundheit anderer können wir uns keinen "Sicherheitsgewinn" vorstellen.
 Keiner weiß, was in der Asse liegt, daher kann jetzt auch keiner sagen, wohin damit, aber für die längerfristige Lagerung von Atommüll ist eines unumgänglich: da irren menschlich ist,  muss der Müll "revidierbar und überwachbar" gelagert werden, für immer.
" Halbwertzeit des Wissens: vor 40 Jahren waren die Politiker (als Entscheidungsträger) davon überzeugt, dass ASSE "standsicher & trocken" ist. Dies ist Falsch! Dies war damals schon falsch. Warum
sollten die Annahmen der Politiker heute besser sein als damals? Besteht dazu ein Zwang?
 Die Entscheidung MUSS fehlertolerant sein, Fehler müssen umkehrbar sein: Die Lagerung  von Atommüll muss "REVIDIERBAR", also umkehrbar sein.
 Der Müll muss überwachbar gelagert sein, um eine Fehlentwicklung erkennen zu können. Nur  die Überwachbare & Revidier bare Lagerung gibt kommenden Generationen die Möglichkeit, heute gemachte Fehler in ihren Auswirkungen zu reduzieren.
Exkurs: Die Todesstrafe ist auch deswegen zu ächten und zu verachten, da Mensch sich irrt. Und sie ist nicht revidierbar. Sie ist menschenverachtend.
Die revidierbare und überwachbare Lagerung ist alles Mögliche:
 sie ist teuer
 sie ist gefährlich
 sie birgt die Gefahr des Missbrauchs dieses Mülls
 sie macht das Problem des Atommülls für jeden Mensch deutlich! – Und dass wird nicht der Wunsch von Merkel & Co.KG sein."
Da Atommüll nirgends sicher gelagert werden kann, bleibt nur eine Konsequenz: Abschalten der Atomkraftwerke. Nicht morgen, nicht übermorgen, sondern heute! Solange der Wasserhahn der Ba-
dewanne noch offen ist werden wir Euch nicht helfen beim Aufwischen Dreht als erstes den Hahn zu.
Und zwar noch heute!

 

 

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