Bis zum 04.01. eine Stellungnahme im Umweltprüfungsverfahren schreiben!
Nicht nur Deutschland will aus der Atomkraft aussteigen, andere Staaten auch in der EU hingegen wollen ihr Programm erst richtig hochfahren – z. B. Polen. Offenbar haben sie aus der Geschichte nichts gelernt. Nur noch wenige Tage verbleiben für eine Stellungnahme zu den polnischen Atomkraftplänen. Polen muss jede einzelne Stellungnahme im weiteren Verfahren berücksichtigen und vielleicht kommt man doch zur Einsicht, dass Atomkraft ein falscher Weg in die Zukunft ist. Und ein teurer noch dazu, denn aktuelle Presseartikel offenbaren, dass die Finanzierung für das Wahnsinnsprojekt auf der Kippe steht:
„Ein namentlich nicht genannter Europaabgeordneter der polnischen Regierungspartei >Bürgerplattform< zweifelte jetzt erstmals die Finanzierbarkeit des Vorhabens an. Für die Umsetzung seien Kredite europäischer Banken erforderlich, sagte er der Zeitung >Dziennik Gazeta Prawna<. >Wir erhalten deutliche Signale, dass die Banken unter Druck gesetzt werden, damit sie kein Atomkraftwerk in Polen finanzieren<, zitiert das Blatt den Politiker. Experten bezweifeln zudem die Kreditwürdigkeit des Energieversorgungsunternehmens PGE, das mit dem Bau des vier bis fünf Milliarden Euro teuren Kraftwerks beauftragt wurde. PGE gehört zu mehr als 50 Prozent dem polnischen Staat und könnte mit den Kosten des Vorhabens überfordert sein.“, MOZ
Wir haben uns die Dokumente Polens durchgelesen und festgestellt, dass das Programm und die Analyse dazu an vielen Stellen nicht korrekt, ja sogar gravierend verharmlosend ist. Offenbar lässt sich der Weg zur Atomkraft nur dann beschreiten, wenn man von falschen Annahmen ausgeht. Um den Menschen ins Gewissen zu reden, haben wir dazu eine umfangreiche Stellungnahme (.doc) ausgearbeitet, die von allen – außer Nazis – verwendet werden darf. Rechtsanwältin Dr. Cornelia Ziehm aus Berlin hat für Bündnis 90/Die Grünen ein umfangreiches Gutachten ausgearbeitet, das ebenfalls Argumente gegen die polnischen Atompläne aufführt.
Mach mit und sage der polnischen Politik deine Meinung! Es gibt mittlerweile diverse Möglichkeiten dazu:
a) BUND
b) Contratom
c) Umweltinstitut München
Oder du stellst deine eigene Stellungnahme aus den vielfältigen Quellen zusammen. Stellungnahmen bzw. Eingaben können in deutscher Sprache vom 5. Oktober 2011 bis zum 4. Januar 2012 unmittelbar bei folgender Stelle eingereicht werden:
Michal Kielsznia
General Director for Environmental Protection
ul. Wawelska 52/54
00-922 Warszawa, POLEN
fax +48 22 57 92 126
e-mail: dorota.szumanska@gdos.gov.pl
Eine Kopie der Stellungnahme bzw. Eingabe sollte zudem gesendet werden an:
Hanna Trojanowska
Government’s Plenipotentiary for Polish Nuclear Power Engineering Issues
Undersecretary of State
MINISTRY OF ECONOMY
Plac Trzech Krzyzy 3/5
00-507 Warszawa, POLEN
fax + 48 22 693 40 46 – 48
e-mail Andrzej.Chwas@mg.gov.pl
Energia atomowa? Nie, dziękuję!
Atomkraft? Nein danke!
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