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Rostock als internationale Drehscheibe für Atomtransporte stoppen

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Hintergrund

Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern gibt im Internet zu den ‘Kernmaterialtransporten’ in Mecklenburg-Vorpommern bekannt: “Transportiert werden überwiegend unbestrahlte Brennelemente über den Seehafen Rostock von und nach Schweden. Mecklenburg-Vorpommern ist dabei Transitland. Die Transporte erfolgen bis/ab Seehafen Rostock per LKW, der Transport von/nach Trelleborg [Schweden] erfolgt auf dem Wasserwege.”

  

 

 

 

 

 

 

Grafikquelle: OZ vom 14.06.2011 

Von der Ostsee-Zeitung wird am 14.06.11 unter der Schlagzeile “Geheime Atom-Transporte über den Rostocker Seehafen - Eine Nuklearfabrik in Schweden beliefert über Rostock Atomkraftwerke in ganz Europa” informiert (siehe Grafik): “Über den Rostocker Überseehafen wird offenbar seit Jahren heimlich Atom-Material für Kernkraftwerke in ganz Europa verschifft - und das in großem Stil. Das Schweriner Innenministerium bestätigte jetzt der OZ einen Transport mit radioaktiver Fracht, der bereits am 4. Mai durch Rostock rollte. Aus einer Atom-Fabrik in Västeras (Schweden) wurden frische Brennelemente für das Kraftwerk Brokdorf bei Hamburg per Schiff nach Rostock gebracht. Dieser Transport ist kein Einzelfall.”
“Laut aktuellen Transportlisten des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter”, so die Ostseezeitung weiter, “dürften allein seit Januar insgesamt 21 Transporte im Hafen angekommen sein.” “‘Dass Brennstäbe über Rostock transportiert werden, ist völlig normal’, räumt Hafenkapitän Gisbert Ruhnke” in dem Bericht der Ostsee-Zeitung “ein.”
In dem Artikel der Ostsee-Zeitung wird abschließend ausgesagt: “Verbieten kann die Fahrten über Rostock niemand: ‘Das Bundesamt für Strahlenschutz prüft nur, ob die Sicherheitsanforderungen nach dem Atomgesetz erfüllt werden’, so BfS-Sprecherin Anja Schulte-Lutz. Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) will die Atom-Transporte nicht kommentieren.”

Genehmigungsverfahren für Atomtransporte

Die Genehmigung zur Beförderung von Kernbrennstoffen innerhalb Deutschlands wird vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erteilt. Dieses Amt informiert die Landesbehörden über Transporte über das Bundesland, für dass diese zuständig sind. Die Landesbehörden haben die atom- und gefahrgutrechtliche Aufsicht über die Transporte auszuüben (Ausnahmen: Bahn- und Lufttransport; in diesen Fällen ist das Eisenbahn-Bundesamt bzw. das Luftfahrt-Bundesamt zuständig). Über die Routennutzung und den Zeitpunkt der Durchführung des Transports hat sich der Genehmigungsinhaber mit dem jeweiligen Landesinnenminister abzustimmen.

Die bis jetzt bekannt gewordenen Transporte über Rostock kommen bzw. gehen von bzw. nach Trelleborg (Schweden). Eigentlicher Ziel- bzw. Startpunkt ist in diesen Fällen die Brennelementefabrik des Unternehmens Westinghouse Electric in Västerås (Schweden) in der Nähe von Stockholm, die von Trelleborg rund 600 km entfernt liegt. In allen diesen Fällen ist mindestens das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern am Genehmigungsprozess beteiligt.

 Was wird über Rostock transportiert?

Nach bisherigen Kenntnissen werden über Rostock Uranhexafluorid und „frische“ Brennstäbe transportiert. Welche Intensität das darin enthaltende Uran hat und ob es sich bei den Brennstäben u. a. auch um die gefährlichen MOX-Brennelemente handelt, die bis zu 8 % des giftigen und radioaktiven Plutoniums enthalten, ist noch nicht eindeutig geklärt. Nach OZ-Angaben vom 17.06. werden MOX-Elemente auch durch M-V transportiert. Über welchen Hafen die Transporte umgeschlagen worden, bleibt unklar.

Uranhexafluoridtransporte mit natürlichem oder abgereichertem Uran benötigen gemäß § 4 Abs. 3 AtG und Anlage 2 AtG keine Transportgenehmigung des BfS. Das bedeutet jedoch nicht, dass von einer derartigen, gewöhnlich in Tanks, den sog. „30B-Zylindern“, transportierten Fracht keine Gefahr ausgehen würde. Uranhexafluorid (Uran(VI)-fluorid) ist ein sehr giftiger, gesundheitsgefährdender, umweltgefährlicher radioaktiver Stoff. Er ist zwar nicht brennbar oder explosiv, zeigt aber heftige Reaktionen mit Wasser – also bereits mit Luftfeuchte und auch mit Körperflüssigkeiten. Kommt er mit Wasser in Berührung, so entsteht Uranylfluorid und Fluorwasserstoff. Der erste Stoff ist ähnlich gefährlich wie Uranhexafluorid und ätzend. Fluorwasserstoff bildet im überschüssigen Wasser Flusssäure (Fluorwasserstoffsäure), die sehr giftig und stark ätzend ist. Beide Stoffe haben auf Organismen dramatische Auswirkungen, die auch beim Menschen bis zum Tod führen können.

Wer transportiert wohin?

Seit mindestens 2006 wird Atomfracht über Rostock verschifft, wie aus der Mitteilung des Senats an die Bremische Bürgerschaft vom 27. Oktober.2009 (Drs. 17/973 zu Drs. 17/857) deutlich wird. Ob die folgend benannten Unternehmen bereits seitdem daran beteiligt sind, bleibt bisweilen unbeantwortet.

NCS – Nuclear Cargo + Service GmbH

Die NCS hat ihren Sitz in Hanau. Sie ist Tochtergesellschaft der DAHER S.A. (Société anonyme - Aktiengesellschaft). Sie verfügt über Straßen- und Schienenfahrzeuge, Behälter und Zubehör und transportiert weltweit Triuranoctoxid, Uranhexafluorid, Urandioxid-Pulver und Pellets, Uranbrennelemente und MOX-Brennelemente. Die Muttergesellschaft DAHER wirbt damit, Areva, CEA, EDF, Nukem, Sellafield Ltd., Urenco, USEC, und eben auch Westinghouse als Kunden zu haben. NCS ist verantwortlich für unzählige Atomtransporte allein in Deutschland. Mindestens die für die letzte Revision des AKW Brokdorf notwendigen Brennelemente wurden durch dieses Unternehmen per LKW auf dem Land- und Seeweg transportiert.

Scandlines GmbH

Scandlines ist eine deutsche Reederei und gehört zur deutschen Holdinggesellschaft Scandferries GmbH, beide mit Sitz in Rostock.

Auf der Strecke Rostock - Trelleborg werden abwechslend zwei Eisenbahn-Fährschiffe eingesetzt, die jeweils Platz für bis zu 600 Passagiere, Eisenbahnwaggons und/oder Autos und LKW haben und Gefahrgut transportieren dürfen:
1. MS Mecklenburg-Vorpommern
2. MS Skåne

Für den Transport von Gefahrgut hat das Unternehmen ebenfalls eine Erlaubnis für die Strecke Sassnitz - Trelleborg, auf der momentan die folgenden Schiffen verkehren:
1. MS Sassnitz
2. MS Trelleborg

Der aktuelle Fahrplan, gültig vom 13. Juni 2011 bis 25. September 2011 weist jedoch nicht aus, dass es möglich sei, über diese Strecke und mit den oben genannten Schiffen Gefahrgut zu transportieren.

Eine weitere Erlaubnis zum Transport von Gefahrgut hat Scandlines für die Strecke Puttgarden - Rødby erhalten. Aus dem Fahrplan wird nicht ersichtlich, dass für atomare Fracht ausschließlich der Gefahrguttransporter MS Holger Danske in Betracht kommt. Ebenso könnten infrage kommen:

1. MS Deutschland
2. MS Prinesse Benedikte
3. MS Prins Richard
4. MS Schleswig Holstein

Scandlines unterstützt durch die Bereitstellung und den Betrieb der Fähren NCS dabei, die strahlende Fracht über die Ostsee zu transportieren. Fahrpläne mit Ausweisung der Zeiten für Gefahrgut sind unter folgendem Link einzustehen: http://www.scandlines-freight.com/sejlplaner

Laut Ostsee-Zeitung vom 14. Juni 2011 sollen im Jahr 2011 Transporte
- von Schweden nach Frankreich, Deutschland, Schweiz
- nach Schweden von Frankreich, Deutschland, Niederlande, Großbritanien, USA, Russland
über den Rostocker Hafen stattfinden bzw. schon stattgefunden haben.

Was tut die Politik?

Anlässlich des Castortransports ins Zwischenlager Nord bei Lubmin der Energiewerke Nord GmbH (EWN), der schließlich kurz vor Weihnachten 2010 stattfand, hatte sich die Bürgerschaft Rostocks im September 2010 mit der Frage der Atomtransporte beschäftigt: „Die Hansestadt Rostock hält keinen Sonderschutzplan für Transportunfälle mit hochradioaktiven Stoffen vor.“ antwortete Georg Scholze (CDU), Senator für Finanzen, Verwaltung und Ordnung und Erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters der Hansestadt Rostock am 14.09.2010 auf eine Anfrage der Rostocker GRÜNEN. „Die Stadt sagt, im Katastrophenschutzplan sei bereits alles eingearbeitet, es gebe auch eine aktuelle Gefährdungsanalyse und die Feuerwehr werde operativ tätig, wenn es zum Unfall käme. Im Übrigen sei der Bund für die Regelungen zuständig. Das Innenministerium schreibt, dass die Transporte nur mit Behältern stattfänden, die auch einem Unfall standhalten. Spezialisten zur Unfallbekämpfung würden auch vom Bund gestellt und ein sogenannter Kerntechnischer Hilfszug stehe für den Havariefall bereit.“ schreibt Michael Fengler am 1. Dezember 2010 in seinem Blog auf miescha.de. Ebenfalls dort nachzulesen ist Hafenkapitän Gisbert Ruhnke, der sich zu den Transporten über den Hafen äußert: „Die werden hier angemeldet, kommen dann per Schiene oder LKW an, werden kontrolliert, sofort aufs Schiff geschickt und gehen dann auf See. Falls da mal was passieren sollte, haben wir auch extra Stellflächen, wo die Einsatzkräfte dann tätig werden können.“ Im Beschluss der Bürgerschaft Rostock vom 10. November 2011 wird zu den Katastrophenplänen festgehalten: „Das Land wird aufgefordert, bei der Erstellung eines Katastrophenschutzkonzeptes die Kommunen einzubeziehen.“

Von der Bürgerschaft Rostocks wurde die Stadt am 1. Dezember 2010 den Beschluss vom November verschärfend beauftragt, einen Sonderschutzplan für Transportunfälle mit hochradioaktiven Stoffen zu entwickeln. Ebenfalls sollten die Rostocker Häfen gemäß eines Bürgerschaftsbeschlusses vom 1. Dezember 2010 teilentwidmet werden für Atommüll, Brennelemente und hochradioaktive Stoffe. Der Beschluss macht dabei keinen Unterschied zwischen „frischen“ und abgebrannten Brennelementen. Trotz dieses Bestrebens wurden und werden weiterhin Brennelemente über den Rostocker Hafen verschifft: „Der bislang geheim gehaltene Atom-Transport aus Schweden über den Rostocker Hafen enthielt 44 unbestrahlte Brennelemente für das Atomkraftwerk Brokdorf. Das geht aus Unterlagen des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) hervor. Danach transportierte die Atomspedition Nuclear Cargo + Service (NCS) aus dem hessischen Hanau die Elemente unter der Genehmigungsnummer 7127 vom Nuklearunternehmen Westinghouse Atom AB aus Västeras bei Stockholm per LKW und Schiff nach Schleswig-Holstein. Welchen genauen Weg der Transport in Norddeutschland am 4. Mai nahm, ist unbekannt. Das müsse der Transporteur nach Angaben des BfS mit den betroffenen Bundesländern klären.“ schreibt die taz in ihrem Beitrag „Geheime Transporte“ vom 16. Juni 2011. Es dürfte sich dabei um jene Brennelemente handeln, die bei der Revision des AKW Brokdorf (e.on, Vattenfall) und der deswegen durchgeführten Blockaden engagierter Atomkrafgegnerinnen kurz nach Pfingsten 2011 ausgetauscht wurden.

Welchen Stellenwert derlei Beschlüsse haben, sieht man an der Tatsache, dass gegen den Beschluss der Bürgerschaft zum Antrag „Castortransporte und Zwischenlagerung von Atommüll“ vom 10. November 2010 der Castortransport nach Lubmin im Februar 2011 auf den Gleisen über das Rostocker Stadtgebiet rollte, obgleich es im Beschluss u. a. heißt: „Die Bürgerschaft spricht sich gegen den Transport von CASTOR-Behältern über das Rostocker Stadtgebiet aus.“

Ausblick

„Aktuell sind rund 110 Transporte zwischen Deutschland und Schweden vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) genehmigt worden, 34 davon sind bereits abgewickelt. Welchen Weg genau die strahlende Fracht zwischen Schweden und Deutschland nimmt, geht aus den Unterlagen des Bundesamts nicht hervor - alle genehmigten Transporte haben aber eine Erlaubnis, über die Straße und über die See ans Ziel zu kommen.“ schreibt die taz am 17. Juni 2011 in ihrem Artikel „AKW-Futter an Bord“ Weiter heißt es: „Das Hanauer Logistikunternehmen Nuclear Cargo + Service, das die Transporte beim BfS angemeldet hat, konnte am Freitag eine taz-Anfrage nicht beantworten. Gegenüber den Lübecker Nachrichten bestätigte eine Unternehmenssprecherin [Anm.: Pressesprecherin Susanne Brigitte Kock] aber, dass die drei Scandlines-Linien genutzt werden. Sie dementierte zugleich, dass auch die weitaus gefährlicheren MOX-Brennstäbe transportiert würden.“ Denkbar ist dies dennoch: Brutreaktoren sind zwingend auf derlei Brennelemente angewiesen, Leicht-, Siede- bzw. Druckwasserreaktoren können mit ihnen betrieben werden bzw. werden – z. B. in den Fällen Brokdorf (e.on, Vattenfall) oder Grundremmingen (RWE, e.on) – auch mit ihnen betrieben.

Angesichts der Behäbigkeit der Politik und der mangelnden Transparenz über die Transporte muss davon ausgegangen werden, dass die Bevölkerung sowie Fauna und Flora auch weiterhin mit dem Risiko derartiger Transporte belastet werden, ohne dem aus dem Weg gehen zu können. Denn „auf Bitten des Bundesumweltministeriums enthält diese Liste der aktuellen Transportgenehmigungen des BfS aus Gründen der Sicherung keine Genehmigungen mehr, mit denen nicht ein Transport bereits durchgeführt worden ist.“

Wie können sich die Anwohnenden im Falle eines solchen Atom-Unfalls schützen?

Für Betroffene im unmittelbaren Umfeld gibt es keinen Schutz. Die einzig sichere und vernünftige Präventionsmaßnahme ist, diese Transporte zu verhindern.

 

Aktuelle Zahlen des Rostocker Hafen:

Auf der Internetseite des Rostocker Hafens findet man folgende Angaben:

"3.734 Fähr-, RoRo-, Fracht- und Kreuzfahrtschiffe liefen im ersten Halbjahr 2011 den Rostocker Seehafen an, davon 2.559 Fähren. Auf den fünf Fähr- und drei RoRo-Verbindungen von und nach Dänemark, Schweden, Finnland, England und Polen wurden 166.848 LKW (begleitete Einheiten) transportiert, eine Steigerung von sieben Prozent. Auch der Umschlag von unbegleiteten Einheiten (Trailer) zog wieder an. 57.435 Trailer rollten über die Kaikanten, ein Zuwachs von 17 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010."
http://www.rostock-port.de/hafen-rostock/daten-fakten.html

110 (Atomtransporte) zu 166.848 LKW sind 0,06592827 %
110 (Atomtransporte) zu 166.848 LKW + 57.435 Trailer sind 0,0490451795 %

Die Stadtverwaltung verweigert sich den Willen der Bürgerschaft umzusetzen und radioaktive Fracht zu verbieten. Dieses undemokratische Verwalten wird in einer Stellungnahme mit Schadenssatzklagen von Reedereien und Speditionen sowie einer großen Bedrohung von Arbeitsplätzen begründet. Bei einen so geringem Anteil von 0,04 % Atomtransporten pro Jahr ist weder mit einer Klageflut noch mit einem massiven Stellenabbau zu rechnen. Die Risiken für Mensch und Natur sind dagegen immens und werden von der Stadtverwaltung billigend in Kauf genommen.

 

Erfolgreiche Beispiele

Ein Stopp der Atomtransporte ist kein unerreichbares Ziel. Verschiedene Städte haben es - auf Grund öffentlichen Drucks - vorgemacht: Lübeck (1987), Emden (1987), Wilhelmshaven (1988) haben Atomtransporte über ihre Häfen untersagt.
WICHTIG: Ein Bürgerschaftsbeschluss ist reine Willensbekundung. Damit die Atomtransporte durch die Häfen aufhören, muss es eine juristische Entwidmung für radioaktive Fracht in der Hafenordnung geben. Da die Stadt Rostock (75%) und das Bundesland M-V (25%) Eigentümer der Hafenbetreibergesellschaft ist, kann sie ihren Einfluss zur Entwidmung nutzen.

TT-Line lehnt Atom-Transporte grundsätzlich ab. Von der TT-Line werden u.a. die Fährlinien zwischen Travemünde – Trelleborg und Rostock – Trelleborg betrieben. Nach Aussage der TT-Line befördert die Reederei ausdrücklich kein Gefahrgut der Klasse 7 "Radioaktiv".
Solange die Atomtransporte auf den Fähren mitfahren, gibt es für die Passagiere also eine alternative Reisemöglichkeit. Wer Brennelemente transportiert, wie z.B. Scanlines, muss mit Boykott rechnen.

 

 Weiterführende Links

Aktuelle Transportgenehmigungen des Bundesamts für Strahlenschutz

Website der Hamburger Initiative SAND: Unterseite zu den Atomtransporten über die Ostsee zu finden unter „Atomtransporte Hamburg“ > „Inhaltsübersicht - Atomtransporte mit Fährschiffen der Reederei Scandlines über den Hafen von Rostock“

Website der Bremer Initiative "Meßstelle für Arbeits- und Umweltschutz e.V. " (MAUS) gegen Atomtransporte durch den Bremer Hafen

 Presseschau zu den Hafen-Atomtransporten

Mitmachen

Mail an: mitmachen[at]systemausfall.org
 

Montag (2.5.) wieder Mahnwachen - auch in Morgenitz und Güstrow

Wie jeden Montag, so auch wieder am 2.5. finden bundesweit Mahnwachen unter dem Motto "Fukushima mahnt" statt.

Die nordöstlichste Mahnwache Deutschlands findet in dem kleinen Dorf Morgenitz (150 Einwohner) auf Usedom statt. An den letzten beiden Montagen fanden sich dort ca. 40 Personen ein, schwiegen eine Minute lang für die Opfer von Fukushima und lauschten Gedichten von Erich Fried, vorgetragen vom ehemaligen Schauspieler und Regisseur des deutschen Theaters Friedo Solter.

Auch in Güstrow lohnt sich ein Besuch. Dort organisieren engagierte Güstrower am Borwinbrunnen eine bunte Mahnwache, bei der neben einer Trommelgruppe unterschiedliche Menschen der Stadt zu Wort kommen und das Thema Atomkraft z.B. aus medizinischer Sicht, von Seiten der Gewerkschaft oder von einem vor Ort lebenden japanischem Musiker hinterfragen. Jeden Montag gibt es einen neuen Beitrag.

Weitere Mahnwachen in M-V finden in u.a. Greifswald, Rostock, Röbel und Sassnitz statt. Wenn Ihr auch Mahnwachen macht, dann meldet sie bei uns und "ausgestrahlt.de", sie bewerben sie dann auf ihrer Homepage an.

Dann kommt vorbei, denn ihr wisst ja "Atomausstieg ist Handarbeit"!

Treck wird in Lubmin begeistert empfangen

Der Treck startete am Karfreitag (22.05) vor dem Landtag in Schwerin mit dem Ziel am Ostermontag im Zwischenlager Nord (ZLN) zu sein. Mit Fahrrädern, Treckern, Autos, VoKü und Zelten fuhren durchschnittlich 150 Menschen quer durch MV nach Lubmin. Viele Menschen grüßten uns am Straßenrand und bereiteten uns bei den Zwischenstationen in Sternberg, Güstrow und Demmin einen herzlichen Empfang. Bei der letzten Etappe verdreifachte sich Treck - darunter auch ein Lastenfahrrad, Skater und viele neue Radfahrerinnen. Am Zwischenlager Nord bei Lubmin gab es einen tollen Empfang von den Demoteilnehmerinnen, die u.a. mit Bussen aus Grimmen, Schwerin, Ludwigslust, Berlin und Neubrandenburg gekommen sind. Von dort gab es eine Demonstration nach Lubmin mit spontanem Schienenspaziergang auf der Castorstrecke , um die Bereitschaft einer erneuten Blockade zu zeigen, falls der Atommülltourismus fortgesetzt wird. Der Atomstandort Lubmin macht deutlich wie hoch die versteckten Kosten für Atomstrom sind, denn für den Rückbau des AKWs und die Zwichenlagerung sind über 5 Mrd. € eingeplant. Dennoch ist die „Kartoffelscheune“ noch nicht einmal sicher und bedroht die gegenwärtige und viele weitere Generationen. Unsere Forderung ist daher eindeutig: Sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit!

Erfolgreicher Start des Anti-Atom-Trecks

Der Treck rollt...Zum Auftakt gab es eine Kundgebung vor dem Schweriner Landtag und ein vielfältges Schmücken mit Anti-Atom-Eiern in der Innenstadt. Danach starteten rund 200 Menschen zur ersten Etappe Richtung Bützow. Sonne, Musik und schöne Landschaften sorgen für super Stimmung. Etappenweise geht es bis Ostermontag weiter Richtung Lubmin. Jeder ist herzlich eingeladen, dazu zustoßen und uns ein Stück oder bis zum Schluss zu begleiten.

 

Anti-Atom-Woche in Mecklenburg-Vorpommern hat begonnen

Los geht's mit 14 Mahnwachen unter dem Motto "Fukushima ist überall". Außerdem finden in der Woche vom 18. - 28.04.  viele weitere Aktionen rund um die Themen " Atomkraft - Tschernobyl - Fukushima - Atommüllproblematik - Lubmin" statt. Ausstellung, Soliparty, Podiumsdiskussion, Gedenkgottesdienst, Filmvorführungen, Anti-Atom-Eier basteln, Vorträge und vieles mehr ...

Am Karfreitag startet der T25 - Treck von Schwerin nach Lubmin, bei dem mensch sowohl mit Fahrrad als auch mit Trecker mitfahren kann. Ostermontag wird es eine große Abschlußdemonstration von dem Zwischenlager Nord zur Seebrücke Lubmin geben.

Treck-Plakate sind da - jetzt bestellen und aufhängen!

Der T25 - Treck geht quer durch MV. Damit viele Leute ein Stück oder die gesamte Strecke mitfahren, ihn begrüßen oder zu den Zwischenkundgebungen kommen, sollten sie vorher informiert werden. Ob in der Bushaltestelle, der Schule, Kirche, Verein oder Tante Emma Laden - es gibt viele Orte, wo Menschen davon erfahren können. Damit das klappt, brauchen wir eure Unterstützung. Unter mitmachen@systemausfall.org könnt ihr jetzt  Plakate und Flyer bestellen.

Hinters Steuer, auf die Trecker!

Wir brauchen Euch! Trecker sind seit 30 Jahren Symbol des Widerstands, ob bei Trecks oder Blockaden im Wendland und anderswo.
Der Lubmin-Treck soll bunt sein und viele Gesichter zeigen.
Für die Finanzierung der Trecker organisieren wir derzeit "Treckerpatenschaften". Niemand bleibt also auf den Spritkosten sitzen.

Lust bekommen, mitzufahren?
Meldet euch unter mitmachen@systemausfall.org

 

Atommüll-Schiffstransport

  • Atommüll-Schiffstransport
  • Gute Gründe gegen den Transport
  • Ticker
  • Streckenverlauf
  • Aktionen
  • Mitmachen

 

Atommüll-Schiffstransport

Der Atommüll-Transport vom AKW Obrigheim, startete am 24. Mai zum Zwischenlager Nord. Die vorraussichtliche Ankunft im Industriehafen Lubmin  ist am 4. Juni, könnte auch eher sein. Das Zugschiff heißt "Edo" und zieht das Schubschiff "Lastdrager 40". Es ist halb bis dreiviertel mit ca. 4 größeren Teilen à 2x10m beladen, welche mit weißen Planen überdeckt sind.

Der letzte Transport mit dem Schiff von Obrigheim nach Lubmin (Ende September /Anfang Oktober 2008) brauchte zehn Tage und lief  => über den Neckar => über den Rhein  => an der Ruhr vorbei => weiter aus dem Rhein in den Dortmund-Ems-Kanal => dort Abzweigung in den Mittellandkanal Richtung Berlin => Elbe-Havel-Kanal => Havel => Oder-Havel-Kanal => Oder => Stettiner Haff => Peenestrom => Ostseeküste => Zwischenlager Nord.

Transportiert werden Dampferzeuger und Pumpen, die in Lubmin zerlegt werden sollen. Nach Angaben von EnBW, Betreiber des AKW Obrigheim, soll der Atommüll danach wieder nach Obrigheim zurücktransportiert werden.Es gibt gute Gründe gegen den Atommüll-Schiffstransport, die nachfolgend zusammengefasst wurden.

Gute Gründe gegen den Transport

vom AKW Obrigheim ins Zwischenlager Lubmin

1. Zwischen(-dauer)lager
Die Betreiber des Zwischenlagers, Energiewerke Nord GmBH (EWN), dürfen atomaren Fremdabfall nur fünf Jahre als Pufferlagerung in Lubmin zwischenlagern. Dagegen haben sie Klage gegen das Land M-V eingereicht, um eine unbefristete Lagerung zu erzielen. Außerdem möchte EWN das Lager ausbauen, um weiteren Platz für Atommüll zu schaffen. Der Schiffstransport zementiert damit ein Dauerlager für Atommüll, da es nirgendwo ein sicheres Endlager gibt. Es handelt sich also nicht um die letzten Transporte, wie einst von der Politik versprochen, sondern erst um den Anfang einer neuen Runde des Atommüll-Tourismus.

2. Wer setzt Standards bei der Atommüllentsorgung?
Die Energiewerke Nord (EWN) sind nicht nur eines der führenden Stilllegungsunternehmen für AKWs, sondern auch eng verwoben mit der deutschen Atomlobby. Sie sind ausführendes Organ, stellen gleichzeitig aber auch die Experten, um festlegen, was als technisch machbar gilt (z.B. Sicherheitsmaßnahmen, Grenzwerte, uvw.). Frittierfett muss nach unabhängigen TÜV-Standards entsorgt werden. Für Atommüll setzt sich die Atomindustrie die Standards selber. Diese Billig-Entsorgung wird beim Rückbau des AKW Lubmin deutlich, wo die Gebäude weitere 50 Jahre einfach stehen gelassen werden.

3. „Freimessen“
Der angelieferte Atommüll aus Obrigheim soll im Zwischenlager Lubmin zerlegt und konditioniert werden. Dies ist ein lukratives Geschäft. Dank der hohen Grenzwerte für Strahlung können die Strukturteile nach einer Reinigung “freigemessen” werden und in den konventionellen Rohstoffkreislauf geführt werden. Die Teile strahlenden dann noch immer – nur unterhalb der geltenden Grenzwerte. In M-V wird der „freigemessene“ Atommüll auf die Deponie Ihlenberg transportiert, von wo er dann wieder in Umlauf geraten kann (z.B. Straßen-, Hausbau uvw.).

4. Fehlende Notfallpläne
Der Schiffstransport vom AKW Obrigheim ins Zwischenlager Nord geht als Binnenschiff über den Rhein und Mittellandkanal einmal quer durch Deutschland, bevor er über den Peenestrom zur Ostsee gelangt. Angrenzende Gemeinden sind über diesen Gefahrenguttransport i.d.R. nicht informiert und im Falle einer Havarie schlecht oder gar nicht vorbereitet. 

5. „Teuerster Anglerkai Deutschlands“
Der Lubminer Industriehafen hat allein 20 Mio.€ staatliche Förderung erhalten, allerdings zu keiner substanzieller Hafenaktivität beitragen. Der Kai gilt spöttisch als "teuerster Anglerkai Deutschlands". AtomkraftgegnerInnen sahen von Anfang an die Gefahr, das Atommüll, auch aus dem Ausland, nun leicht und protestarm nach Lubmin geschafft werden kann.

Ticker:

Wann? Wer? Was? Wo?
Sobald wir etwas wissen, informieren wir via Twitter.
Wenn ihr Infos für uns habt, dann schreibt an mitmachen [at] systemausfall.org

Bisher ist das Schiff gesichtet worden:

25. Mai, 20.57 Uhr, Boppard, Rhein vor Anker

26. Mai, 14.10 Uhr, Köln, Höhe Kölner Dom

27. Mai, 8.07 Uhr, Düsseldorf, Rhein

27. Mai, 14.30 Uhr, Duisburg, Ruhrdeich (an Kai-Mauer angelegt), Ruhr (bis Mo. 6Uhr Aufenthalt)

28. Mai, 7.30 Uhr, Oberhausen,  Höhe Schleuse, Rhein-Herne-Kanal

28. Mai, 8.30 Uhr, Gelsenkirchen-Horst, Rhein-Herne-Kanal

28. Mai, 9.30 Uhr, Herne, Rhein-Herne-Kanal

28. Mai, 12.45 Uhr, Datteln, Rhein-Herne-Kanal

28. Mai, 16.11 Uhr, Amelsbüren, von Fahrrad-Protest-Korso begleitet, Dortmund-Ems-Kanal

28. Mai, 16.20 Uhr, Münster-Hiltrup, Dortmund-Ems-Kanal

28. Mai, 17.15 Uhr, Münster, Wolbecker Str., Abseil-Aktion - Atomschiff steht, Dortmund-Ems-Kanal

28. Mai, 23.30 Uhr, Münster, Kletter-Aktion beendet, Schiff fährt bis zur Münsteraner Schleuse

30. Mai 17:00 Uhr, Passage von Peine bei Braunschweig, Mittellandkanal

30. Mai 18:50 Uhr, Braunschweig-Thune

31. Mai 12:45  Uhr, Haldensleben

31. Mai abends, Magdeburg-Hohenwarthe, Elbe-Havel-Kanal (Weiterfahrt: 7-8 Uhr)

1. Juni 06:45, EDO verläßt Magdeburg-Hohenwarte

1. Juni 13:50 Krakau-Schleuse wurde passiert

1.Juni 22 Uhr, Berlin-Spandau (Aufenthalt über Nacht)

2. Juni 06:50 Uhr, Henningsdorf

2. Juni 09:05 Uhr, Lehnitz Schleuse verlassen

2. Juni 14.20, Eberswalde

2. Juni 16:30 Uhr, Niederfinow Schiffshebewerk verlassen.

3. Juni 12:20 Uhr kurz vor Police (Polen)

3. Juni 17:03 Uhr kurz vor der Zecheriner Brücke bei Anklam, ankert über Nacht

4. Juni 07:30 Uhr Lassan

4. Juni 09:20 Uhr Wolgast

4. Juni 10.10 Uhr Peenemünde

4. Juni 11.45 Uhr Industriehafen Lubmin

 

Streckenverlauf:

Route und Zeitplan können sich leicht verändern.
Kursive Schrift:  Flüsse, Kanäle, Wasserstraßen
 


Atommüll-Transport per Schiff: Obrigheim – Lubmin auf einer größeren Karte anzeigen

22. Mai 

AKW Obrigheim

24. Mai

Flußkilometer    0 km    Obrigheim Hafen

Neckar

Rhein

25. Mai 

180 km Mainz

275 km Koblenz

26. Mai 

380 km Köln

Düsseldorf

27. Mai

465 km   Duisburg

ab hier Rhein-Herne-Kanal

28. Mai

Oberhausen

Gelsenkirchen

Herne

Castrop-Rauxel

ab hier Dortmund-Ems-Kanal

525 km  Datteln

Lüdinghausen

590 km Münster  Schleuse

650 km  Hörstel

ab hier Mitteland-Kanal

29. Mai

Bramsche

715 km Bad Essen

Lübbecke

Hille

775 km  Minden

Bückeburg-Schäferhof

Seelze

30. Mai

840 km Hannover-Nordhafen

Hannover-Anderten  Schleuse

Sehnde

Peine

Braunschweig-Watenbüttel

905 km  Wenden

Fallersleben

930 km Wolfsburg

Vorsfelde

Calvörde

1.000 km  Haldensleben

31. Mai 

1.020 km Magdeburg-Hohenwarthe

ab hier Elbe-Havel-Wasserstr.

Burg

Zerben  Schleuse

Genthin

Wusterwitz  Schleuse

Havel 1.090 km  

1. Juni 

Brandenburg-Krakau  Schleuse

Ketzin
ab hier weiter über Havel-Kanal Brieselang
oder Havel über Potsdam, Berlin-Spandau

1.165 km  Henningsdorf (beide Routen)

Oder-Havel-Wasserstr.

Oranienburg 1.235 km

2. Juni

Eberswalde

Niederfinow  Schleuse

Hohensaaten
ab hier Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße über
1.305 km  Schwedt
Gartz
oder die Oder/Odra (polnisch) über Kryznow, Debogora, Gryfino ( alles potentielle AKW-Standorte)

weiter über polnisches Staatsgebiet 1.360 km 

3. Juni 

Stettin/Szczecin

Stettiner Haff/Zalew Szczecinski

Peenestrom oder Schwinemünde/Swinoujscie

1.450 km  Zecherin/Usedom

Lassan

Achterwasser/Usedom

1.485 km  Wolgast

Freest/Peenemünde

Greifswalder Bodden 1.520 km 

4. Juni

Lubmin Industriehafen
 

Aktionen:

Mecklenburg-Vorpommern

Sa. 2. Juni, 12 Uhr Greifswald, Fischmarkt
Demonstation gegen den Atommüll-Schifftransport

Mo. 4. Juni,  ganz früh, im Peenestrom zwischen Anklam und Wolgast, spontanes Protestbaden - Augen und Ohren offen halten.

Bundesweit

27. Mai, 10 Uhr, Mahnwache in Oberhausen

28. Mai, 9 Uhr, Mahnwache in Herne, Schleuse Wanne Eickel, Nähe Cranger Kirmesplatz

28. Mai, 11 Uhr, Mahnwache in Datteln, Brücke: Hafenstraße/ Markfelderstraße

28. Mai, 18 Uhr, Mahnwache in Münster, Kanalbrücke, Wolbecker Str.

30.Mai, Mahnwache in Braunschweig, Thune, Mittellandkanal

1. Juni, nachmittags, Brandenburg an der Havel: bunter Protest Gördenbrücke

1. Juni, 17:30 Uhr, Mahnwache Oranienburg, an der TURM Erlebniscity, bei Sichtung des Transports: Spaziergang zur Lehnitzschleuse und Fortsetzung der Mahnwache an der Schleuse

2. Juni, 10:00 Eberswalde,  Mahnwache: Am Oder-Havel-Kanal auf der Nordend Brücke (Breite Straße) am Samstag

2. Juni, 14:00, Eberswalder Marktplatz, Straßentheater auf dem Stadtfest
 

Es gibt 1500 km Strecke, an der gegen den Atommüll-Tourismus demonstriert werden kann. Wenn du/ ihr eine Mahnwache, Straßentheater oder etwas anderes organisieren möchtest, kündigen wir die Aktion gerne hier an .

 

Mitmachen:

Vorschläge, Beiträge, Kritik?

Mail an: mitmachen[at]systemausfall.org
 

Anti-Atom Törn 2012

Anti-Atom Törn 2012

Registration is closed! The tour is about to start on the 26th of August. Visit our blog for more details and updated information: http://gonetact.wordpress.com/

  • Einladung für den Segeltörn


Einladung zum AntiAtom-
Segeltörn auf der Ostsee 2012!

 

Hier an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns (Deutschland) planen wir  - das AntiAtomBündnis NORDOST - einen AntiAtom-Segeltörn, auf dem wir kreativ, aktiv und öffentlichkeitswirksam über die Ostsee schippern.

Angesteuert wird der Spätsommer dieses Jahres. Der Törn wird uns „Für den sofortigen Atomausstieg weltweit“ vom 26.August bis 09.September 2012 von Stockholm nach Greifswald führen. Gesegelt und gelebt wird in diesen zwei Wochen mit und auf der LOVIS- ein Traditionssegelschiff mit spannender Geschichte, das sich gemeinschaftliches Erleben und Erfahren auf die Segel geschrieben hat (www.lovis.de). Auf dem Weg entlang der skandinavischen Küsten fahren wir sie auf einer ihrer letzten Etappen 2012 und bringen unsere gemeinsamen Ideen und Forderungen zu den angesteuerten Häfen.

Zu dieser zweiwöchigen Tour laden wir Aktivist_innen aus vorwiegend Ostseeländern (Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark, Polen, Russland, Deutschland, sowie Großbritannien und Frankreich) zum gegenseitigen austauschen und vernetzen ein. Für Aktivitäten vor Ort wollen wir lokale Gruppen der schwedischen Küste kontaktieren, um  uns zu treffen und sie bei Aktionen gegen Atomkraft zu unterstützen. Eine der Anlegestellen wird Oskarshamn sein.  

Alle Interessierten sind herzlichst eingeladen mitzusegeln!

Wir suchen nach AntiAtomAktivist_innen, die Lust haben zu diesem Thema zu arbeiten, ihre Methoden, Erfahrungen und Interessen zum Widerstand zu teilen (verschiedene Formen des Theaters, Konfliktmanagement, Kampagnenentwicklung, Aktionstrainings etc.) und auf ein geselliges Miteinander. Bei einem Vorbereitungstreffen im April in Schweden wollen wir inhaltliche und methodische Schwerpunkte abstecken und einen Plan für die zwei Wochen zusammenbasteln, wo alle Raum haben sich einzubringen.

Unsere Grundregeln basieren auf ehrlicher und direkter Kommunikation, die keinerlei Diskriminierung duldet. Entscheidungen werden im Konsens getroffen. Auch werden wir uns vegetarisch und vegan ernähren und das so ökologisch und regional wie möglich. Wichtig sind uns eine möglichst umweltschonende An- und Abreise. Wir bemühen uns um größtmögliche finanzielle Förderung, sodass alle die Möglichkeit haben daran teilzunehmen.

Kontakt: sailingtrip@lists.systemausfall.org


Rege Teilnahme an Mahnwachen in Greifswald und Wolgast

Am gestrigen Montag versammelten sich in Greifswald ca. 200 und in Wolgast an die 50 Menschen, um den Opfern der nuklearen Katastrophe in Japan zu Gedenken und für den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft weltweit zu demonstrieren. Bundesweit nahmen an über 720 Orten ca. 140.000 Menschen an den Mahnwachen teil. Auch nächsten Montag wird es in beiden Städten, aber auch in Rostock und bundesweit wieder zwischen 18 und 18:30 Uhr Mahnwachen geben. Auch Ihr könnt Mahnwachen anmelden. Mehr Infos dazu hier.

Foto von Mahnwache in Wolgast

 

 

 

Aufruf zu Großdemonstrationen am Sa, 26.3.

Zum Samstag, den 26.3. wird in den Städten Berlin, Hamburg, Köln und München zu Großdemonstrationen unter dem Motto "Fukushima mahnt: Alle AKWs abschalten!" aufgerufen.

Helft bei der kurzfristigen Organisation mit und organisiert Busse, hängt Plakate und sagt es weiter! Mehr Infos findet ihr unter:

  • www.ausgestrahlt.de und
  • www.anti-atom-demo.de

Aufruf zu bundesweiten Mahnwachen am 21.3., 18 Uhr

Bundesweit wird zu Mahnwachen am Montag, 21. März, von 18 Uhr bis 18.30 Uhr unter dem Motto "Fukushima ist überall - Atomausstieg jetzt!" aufgerufen. Jeder kann eine Mahnwache bei sich im Ort anmelden. Den Aufruf und mehr Infos findet Ihr unter ausgestrahlt.

In M-V sind mittlerweile 15 Mahnwachen an folgenden Orten angemeldet:

  • Alt Tellin, Ortsteil Hohenbüssow
  • Barth, Marktplatz
  • Greifswald, Marktplatz
  • Grevesmühlen, Marktplatz
  • Güstrow, Borwinbrunnen, Pferdemarkt.
  • Neubrandenburg, vor Johanneskirche
  • Neustrelitz, Markt
  • Ribnitz-Damgarten, Am Markt
  • Rostock, Doberaner Platz
  • Röbel, Marktplatz
  • Schwerin, Marienplatz
  • Stralsund, Alter Markt vor dem Rathaus
  • Waren, Neuer Markt
  • Wismar, Marktplatz vor der Wasserkunst
  • Wolgast, Marktplatz

Das Anti-Atom-Bündnis Nordost hat heute zudem eine Pressemitteilung veröffentlich, in der es unter anderem zu den Mahnwachen in Greifswald und Wolgast aufruft.

Kontraste-Bericht über Geheimen Prüfkatalog - Alle AKWs vor dem aus?

In der "Kontraste"-Sendung (17.3.2011) wird über einen bislang geheimen Prüfkatalog des Bundesumweltministeriums für AKWs berichtet. Würde dieser angewandt, so hätte dies laut Experten zur Folge, dass die Nutzung von Atomkraft in Deutschland unrentabel würde.

Hier zur "Kontraste"-Sendung.

Soli-Sponti: Atomare Anlagen aus - überall !

flickr

Am Samstag den 12. März fanden zwei Spontandemos im Nordosten statt.

Um 14 versammelten sich jeweils etwa 100 Menschen in Rostock und Greifswald.

Die Menschenkette in Baden-Württemberg wäre schon Anlass genug gewesen für eine Solidaritätsbekundung. Letztlich haben aber die aktuellen, traurigen Ergeinisse in Japan die Menschen auf die Straße getrieben. Nach dem katastrophalen Erdbeben, welches bereits Bilder produzierte die weltweit Endzeitstimmung verbreiteten, droht den Menschen dort nun auch noch eine atomare Katastrophe: Die Kernschmelze in einem der Kraftwerke, in denen gestern Störfälle gemeldet wurden, ist warscheinlich erfolgt. In jedem Fall tritt bereits Radioaktivität aus.

Wie schlimm die Folgen dieses Unfalls sein werden ist noch nicht abzusehen. Fast 25 Jahre nach Tschernobyl zeigt sich, dass auch ein hochtechnologisiertes Land wie Japan physikalische Kräfte dieser Größenordnung nicht beherrschen kann!

Wir hoffen mit den Menschen in Japan, dass die Strahlungsschäden so gering wie möglich ausfallen werden und fordern noch einmal mit Vehemenz:

Alle atomaren Anlagen stillegen - weltweit !

 

Vom letzten Castor erholt? - Dann an Menschen ketten am 26.2. und 12.3.

Es ist mittlerweile eine Woche her, da sanken wir erschöpft von den Antiatom-Protesten in unsere Betten. Vielleicht träumte die eine oder der andere von einer Ankettaktion und einer atomkraftfreien Welt. Die reale Welt ist leider immer noch eine atomare, aber sie bietet auch eine "Ankettaktion" gegen Atomkraft.

Der Südwesten lädt nämlich am 12.3. zur großen Menschenkette zwischen Neckarwestheim und Stuttgart ein. Bereits am Samstag, den  26.2. finden kleine Menschenketten, quasi zur Probe und  Mobilisierung bundesweit statt. So z.B. auch in Rostock um 14 Uhr auf dem Uniplatz.

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